Yannick I. und Marvin I.

 

Dass im Karneval der ein oder andere Jeck über die Stränge schlägt, bis er doppelt sieht, mag vorkommen. Im Barenland und der Umgebung wird dies in der kommenden Session wohl öfter vorkommen, auch ohne vorherige Exzesse. Denn die KG Büsbach präsentiert nach dem ersten Kinderprinzenpaar in der Session 2013/2014 erneut eine Premiere und bringt jetzt mit Yannick (links) und Marvin Költer die ersten Prinzen-Twins an den närrischen Start. Die Vierzehnjährigen werden als jecke Regenten im Doppelpack das Narrenvolk erfreuen, indem sie den Handball gegen Prinzenmützen und Zepter tauschen.

Denn im bürgerlichen Leben der designierten Tollitäten ist Handball die große Leidenschaft der Zwillinge. „Seit mehr als zehn Jahren spielen wir beim Stolberger SV Handball“, sagt Marvin. Und die Twins sind mit der C-Jugend des SV in Oberliga vertreten – der höchsten Spielklasse, die sie in ihrem Alter erreichen können. „Dafür trainieren wir auch dreimal die Woche“, berichtet Yannick. Viel Zeit für andere Hobbies bleibt den Zwillingen, die in Aachen-Brand die Gesamtschule besuchen daher nicht. Außer an Karneval, denn: „Wenn wir die Prinzen-Twins von Büsbach sind, muss der Handball mal zurückstecken“, erklärt Yannick. Für den Stolberger SV kein Problem, meint Marvin: „Es gibt im Verein noch genug andere Jungs, die spielen wollen und dann ihre Chance bekommen.“

So wechseln die Zwillinge zwischenzeitlich die Mannschaft und werden getreu ihres Mottos „ob Handball oder Karneval – wir spielen im Team, auf jeden Fall“ von der KG Büsbach unterstützt. Was ihnen besonders im nächsten Jahr eine große Ehre sei, sagen sie mit Blick darauf, dass die KG 2016 ihr 88-jähriges Bestehen feiert. Und Tradition hat der Karneval auch in der Familie der künftigen Prinzen-Twins: Uroma und Oma kommen aus Köln, Mutter Sandra ist ein echter „Bareschesser Spatz“, und Vater Ralf war in der vergangenen Session im Gefolge von Noelia I. (Willhardt Zorrilla) mit dabei. Übrigens die Cousine von Marvin und Yannick. Die Zwillinge selbst waren schon vier Mal im Gefolge verschiedener Büsbacher Tollitäten vertreten.

Entscheidend sei dabei eindeutig Noelias Session gewesen, meint Yannick: „Wir haben Noelias Regentschaft sehr intensiv miterlebt und gemerkt, wie viel Freude die jecke Zeit unserer Cousine gemacht hat.“ „Und diesen Spaß wollen wir bald auch haben“, ergänzt Marvin. Und zwar gemeinsam mit dem Narrenvolk. Deshalb würden die ersten Prinzen-Twins des Barenlandes auch ganz klassisch gemeinsam eine Prinzenrede halten und auf weitere Showelemente – vor allem Gesang – verzichten. „Wenn wir singen würden, wäre das gar nicht gut, besonders fürs Publikum nicht“, sagt Marvin. Und Yannick stimmt ehrlich zu: „Die Jecken sollen in der fünften Jahreszeit ja Spaß haben. Deswegen singen wir lieber nicht.“