Schon vor der Gründung der KG Büsbach im Jahr 1928 wurde im Barenland Karneval gefeiert. Etwa mit dem jecken Zusammenschluss "We-Schü-Hü-Ba".
Die damals eigenständige Gemeinde Büsbach (unten) war wesentlich größer als Stolberg.
In der Bürgermeistervilla gegenüber der heutigen Sparkasse residierte an der Ecke Bischofstraße (heute Reisewelt Hubo) im Jahr 1928 Peter Frühauf, der bis 1933 Bürgermeister der Gemeinde Büsbach war.
Auch drei Jahrzehnte nach der Annektierung des Barenlandes meinen Jecken im Rosenmontagszug, Büsbach sei das Stiefkind von Stolberg.

1928 - Die Gründerjahre der KG Büsbach

 

Freilich wurde schon vor Gründung der Karnevals-Gesellschaft Büsbach im Barenland die fünfte Jahreszeit gefeiert. Auch erste halbwegs organisierte Karnevalisten gab es schon: Diese jecke Vereinigung nannte sich „We-Schü-Hü-Ba“. Büsbach war damals noch eine eigenständige Gemeinde, also eine selbstverwaltete Kommune, die keiner Stadt angeschlossen war. Das heutige Bürgerhaus war das Büsbacher Bürgermeisteramt und der Bürgermeister der Gemeinde Büsbach war Peter Frühauf von 1922 bis 1933. Ein wesentlicher Unterschied zu dem späteren Stolberger Stadtteil Büsbach war die Größe der Gemeinde Büsbach. Auch wenn der Jordansberg und die Schneidmühle bereits 1913 von der Gemeinde Büsbach an Stolberg abgetreten wurden, waren im Jahre 1928 die Ausmaße des Barenlandes noch beträchtlich. Im Nordwesten grenzte die Gemeinde Büsbach an die Gemeinden Eilendorf und Brand. Die natürliche Grenze stellten Münsterbach beziehungs-weise Inde dar. Somit gehörten Teile der heutigen Atsch, der Kohlbusch und ganz Münsterbusch (mit der heutigen Liester) zur Gemeinde Büsbach.

Im Südwesten erstreckte sich das Barenland bis einschließlich Krauthausen, und auch die Häuser am Bock (heute Kornelimünster) gehörten zu Büsbach. Über Dorff erstreckte die Gemeinde Büsbach sich bis zum Nachtigällchen; die Rüst, der Bärenstein und Teile vom Bernhardshammer gehörten dazu.

Oberhalb des Industriestandorts von Prym und Dalli, weiter über Kranensterz, Karlshöhe und Rotsch verlief die Grenze zu Stolberg, und die Gemeinde Büsbach reichte bis zu dem Bahnübergang an der Aachener Straße.

Noch bis heute herrscht bei einigen Büsbachern Unverständnis darüber, dass die Gemeinde aufgelöst und 1935 größtenteils Stolberg zugeschlagen wurde. „Eigentlich hätte Stolberg zu Büsbach eingemeindet werden sollen“, ist der Tenor. Die Annektierung weiter Teile des Barenlandes war zum Beispiel auch 30 Jahre später nicht vergessen, wie ein Foto aus dem Rosenmontagszug beweist: Auf einem der Wagen war die Aufschrift „Büsbach – das Stiefkind von Stolberg“ zu lesen.

1928 war es dann soweit, und die Karnevals-Gesellschaft Büsbach wurde gegründet von: Andreas Motzheim, Willi Rausch, Heinrich Monnartz, Fritz Otten, Fritz Mohr, Fritz Assenmacher, Willi Dohmen, Klaus Röhl, Willi Pohlen, Peter-Josef Frings, Peter Kranzhoff und Peter Scheidt. Den ersten Vorstand bildeten Peter Rauscheid (Vorsitzender), Konrad Wentzler (Präsident), Johann Ganser, Johann Adrian und Peter Wirthmüller.

Die Vorsitzenden der KG Büsbach von 1928 bis heute: Peter Rauscheid (1928-37), Peter Wirthmüller (1938-61), Klaus Röhl (1962-75), Josef Frings (1975-82), Josef Coßmann (1982-88), Josef Genter (1988-98), Jürgen Meyers (1998-2002) und Dirk Müllejans (2002-2018).

Die Präsidenten der KG Büsbach von 1928 bis heute: Konrad Wentzler (1928-1938),  Hermann v. d. Kall (1939-52), Robert Fernschild (1952), Jakob Grümmer (1953-55), Josef Schnitzler (1955-60), Franz Stürtz (1962-79), Walter Clahsen (1980-96, Fritz Angermayer (1996-2006), Josef Oebel (2007-2008), Dieter Schiffers (2009-2011), Ute Schartmann (2012-2018).